Die Nelkenrevolution am 25. April 1974 |
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Nach 48 Jahren unter António de Oliveira Salazar und Marcello Caetano wird die Militärdiktatur
durch einen Putsch beendet. Insgesamt läuft die Revolution mit nur drei Toten friedlich ab. Es schließt sich ein gigantisches Volksfest an.
Dennoch wird der Freiheitstaumel in der Südwestecke Europas von der Weltöffentlichkeit mit Argwohn beobachtet,
schickt sich doch Portugal, immerhin ein Gründungsmitglied der NATO, an, einen sozialistischen Staat zu errichten.
So verkündet der Chef der Sozialistischen Partei, Mário Soares: "Ab sofort gehört das Produkt der Arbeit
den Arbeitern und nicht den Parasiten". Sowohl er als auch der Führer der Kommunistischen Partei, Alvaro Cunhal, ziehen als
Minister in die neue Regierung ein. Dieser Schulterschluss hält aber nicht lange, als Cunhal erklärt, dass
eine parlamentarische Demokratie für Portugal nicht in Frage käme. Somit geht es in der nächsten Zeit vor allem
um die beiden Visionen: Ein sozialistisch-marxistisches Portugal, eng verbunden mit afrikanischen Befreiungsbewegungen.
Und zum anderen: Eine bürgerliche Demokratie nach westlichen Muster. Die Sozialisten erhalten zunehmend Unterstützung,
nicht nur aus dem Ausland, sondern auch von der Kirche, von Mittelschicht und konservativen Bauern, und von
den rückkehrenden Kolonial-Siedlern. Am 25. November 1975 wird der Revolutionsrat schließlich entmachtet und wenig später finden Parlamentswahlen statt. Lesen Sie auch die minutiöse Darstellung "Die antifaschistisch-demokratische Revolution vom 25. April 1974" |
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