Algarve Sao Bras de Alportel Portugal Ferienzimmer
Von Alportel nach S.B.A.
MercadoMarkthalle
Sao Bras de Alportel
Piscinas
Bild
Von Alportel nach São Brás
Bild
Bild Am längsten Tag des Jahres wandern wir von Alportel über Tesoureiro (Almargens) in unsere 4 km entfernte Kreisstadt São Brás de Alportel. Da uns niemand drängt, lassen wir uns viel Zeit, rasten in den am Weg liegenden Cafés. Den Nachmittag verbringen wir im Schwimmbad und am Abend gehen wir in einem Restaurant essen bevor wir uns wieder auf den Heimweg machen. 
Übrigens: Alportel war noch bis Anfang des letzten Jahrhunderts die Kreisstadt. São Brás erhielt diese Ehre 1914 - was die Sambrazenser manchmal mit erhobener Nase auf Alportel blicken läßt. Diese jedoch kümmert´s wenig! Führt doch São Brás den Zusatz “de Alportel” - das verweist entweder auf das nahe Flüsschen oder auf das Dorf. Der Fluß Alportel verläuft nördlich vom Dorf Alportel durch wunderschöne weitläufige Korkeichenwälder. Hier kann man - kennt man die verschlungenen Wege - schöne Wanderungen unternehmen. 

Wir starten um 10 Uhr morgens. Natürlich kommen wir nicht unbemerkt an unserer Nachbarin, Dona Judite, vorbei. “Was? Ihr geht wieder zu Fuß in die `vila´ ... viel Spaß!” Unsere nächsten Nachbarn kennen das ja schon von uns - unterwegs werden wir aber doch des öfteren an- gesprochen, warum wir nicht das Auto nehmen ...

Ab Juni blühen viele Agaven: Auf dem Foto links sieht man eine in unserem Tal in voller Blüte. Eine Agave treibt nach 7 bis 9 Jahren so einen hochgewachsenen Blütenstamm aus. Die Pflanze stirbt danach komplett ab, der Blütenstamm fällt um und so werden die Samenkapseln weitläufig verteilt. Früher wurden übrigens aus den Blättern der Agave Fasern für die Herstellung von Seilen gewonnen. In anderen Ländern macht man auch einfach Tequila draus! 
Nach nur 600 m erreichen wir das Café von Dona Maria Dias und Senhor Manuel. Ein kühles Bier und der Sonnenschirm, unter den wir uns setzen, läßt uns vergessen, daß wir unsere Sonnenhüte heute nicht eingepackt haben. 
Bild
Maria Dias betreibt neben ihrem Café auch einen kleinen Mini-Mercado. Daher haben wir genug Gelegenheit uns mit unseren vorbeikommenden Nachbarn zu unterhalten. Zwischen 10 und 11 Uhr morgens ist hier eine Menge los, denn jetzt kommt João, der “fliegende Fischhändler”. Zwischendurch donnert auch einmal ein Lkw mit einer Ladung Kork an uns vorbei (Bild rechts). Die nahen Korkeichenwälder werden genutzt: In der Gegend um São Brás de Alportel gibt es noch einige Korkfabriken. 
11UhrBus
Der 11-Uhr-Bus fährt und es wird Zeit weiter zu ziehen. Alportel verfügt über eine Bushaltestelle mit direkter Verbindung nach São Brás und Faro. Die Busse fahren zwischen 7 und 19 Uhr ca. 6 Mal.
Alportel Oliven
Nach ca 3 Kilometern Fußmarsch vorbei an blühenden Vorgärten, Feldern und einer Korkfabrik spendet uns die Olivenbaum-Allee den nötigen Schatten, während wir unseren Blick über die Hügelketten des Hinterlandes (Serra do Caldeirão) schweifen lassen. 

Wie weit ist es wohl noch bis zum nächsten Café? Es ist doch ganz schön warm und ein wenig Hunger haben wir auch schon... 

Bild
Eine Kirche? Da kann doch eigentlich die nächste Kneipe (“Snack-Bar”) nicht weit sein, oder? 

Richtig! Nur 100 Schritte und wir erreichen die Snack-Bar “À Sobreira” (Zur Korkeiche). Der Wachhund paßt gut auf - zum Glück ist er eingesperrt! 

Die Abkühlung hier und das Schwätzchen mit dem Wirt tun gut. Auch das “bifana” (Schnitzel im Brot) ist lecker. 

Hier kann man auch gut zu Mittag essen. Bei portugiesischen Gerichten genießt man den Blick über die Stadt. 

Wenn man Glück hat, trifft man hier auf die Versammlung der Sambrazenser Dorf-Poeten, deren Gedichte regelmäßig in den Orts-Zeitungen veröffentlicht werden. 

Bild
Wie geht´s nun weiter? 

Wir machen uns heute auf zur Markthalle (“mercado”), bummeln durch die Altstadt und gehen dann auf jeden Fall noch im Schwimmbad (“piscinas”) vorbei. So eine Wanderung in der Juni-Hitze ist doch anstrengend! 

Bild
Egal, wie Sie den Tag gestaltet wollen: Wir gönnen uns zum Abschluß ein Essen im “Fonte da Pedra”, so genannt nach der dem Restaurant gegen- überliegenden Quelle (liegt etwas versteckt). Das Restaurant liegt am Ende der “Avenida” auf der rechten Seite. Von hier aus hat man noch einmal einen letzten Blick auf São Brás de Alportel. 

Hier findet man eine ausgezeichnete Küche mit exzellentem Service (portugiesisch-, deutsch-, englisch-sprechend). Das schlägt sich im Preis nieder - ist es uns aber wert! 

Nach dem leckeren Essen erwartet uns der Rückweg. Im Licht der untergehenden Sonne erreichen wir dann auch bald den Dorfplatz von Alportel. Dort sitzt man bei Maria Dias noch beisammen. Hier lernen wir Senhor Mário kennen, der uns Ideen für unsere nächste Wanderung gibt. Von Alportel aus ein Rundwanderweg von 11 km durch die Korkeichenwälder ... doch davon will ich ein andermal erzählen. 
21.06.2002 Heike Magiera Magiera@mail.telepac.pt
Ferienzimmer im Hinterland der Algarve:   http://www.algarve-kontakt.com/magiera
[Von Alportel  nach S.B.A.] [Mercado Markthalle] [Sao Bras  de Alportel] [Piscinas